© Diakonie Wolfsburg/Bettina Enßlen
Die Freude über den Erhalt der Berufsurkunden ist riesig

Drei Pflegekräfte aus dem Ausland können endlich als Fachkraft arbeiten

Für ausgebildete Pflegekräfte aus dem Nicht-EU-Ausland, kann der Weg bis zu einem Pflegefachkraft-Job in Deutschland mitunter aufwändig sein. Denn um die Berufsbezeichnung "Pflegefachmann/frau" hier führen zu dürfen, muss die Gleichwertigkeit der Ausbildung nachgewiesen werden. Zunächst muss beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie ein Antrag auf Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung gestellt werden. Mitunter müssen "nur" enstprechende Deutsch-Kenntnissse noch zusätzlich erworben und nachgewiesen werden, manchmal werden auch bestimmte Qualifizierungsmaßnahmen agewiesen, je nach Herkunftsland und erlernten und mitgebrachten Ausbildungsinhalten.

Die Diakonie Wolfsburg begleitet und fördert seit vielen Jahren Pflegekräfte aus dem Ausland auf dem Weg zu ihrer Anerkennung. Oft arbeiten die Pflegekräfte dann im Unternehmen zunächst als Hilfskraft und absolvieren berufsbegleitend die Maßnahmen, die notwendig sind, um die Anerkennung zu erhalten. Und wenn es dann Kolleginnen und Kollegen geschafft haben und "endlich" als Pflegefachkraft einsteigen können, dann wird gefeiert - so auch jetzt wieder, als drei Kolleginnen aus verschiedenen Pflegeeinrichtungen der Diakonie Wolfsburg die Berufsurkunden ausgehändigt bekamen. Es ist immer wieder ein ganz besonderer Moment, wenn die Urkunden da sind und überreicht werden - wie in diesem Fall von Personalleitung Daniela Engelbrecht, die den Kolleginnen gratulierte.

"Ich bin überglücklich", erzählte Merdel Fomonyuy Vesiyri, die 27-jährige Pflegekraft aus Kamerun. Sie arbeitet seit April 2025 im Seniorenzentrum Johannes Paul II als Pflegehilfskraft. Genau ein Jahr hat es gedauert, bis alle Unterlagen da und alle Nachweise erbracht waren. Merdel musste Deutschkenntnisse auf B2-Niveau nachweise und hat das innerhalb kurzer Zeit geschafft. Seit Januar 2026 hat sie außerdem an einem Vorbereitungskurs für die Kenntisprüfung zur beruflichen Anerkennung teilgenommen - mit finanzieller Unterstützung ihres Arbeitgebers. Auch diese Prüfung hat sie im ersten Anlauf gepackt. Jetzt kann sie endlich als vollwertige Pflegefachkraft arbeiten.

Auch Cristina Mihalace hat im April die Kenntnisprüfung erfolgreich abgeschlossen. Der Weg dorthin war für die gebürtige Rumänin etwas länger als für Merdel. Sie arbeitet bereits seit Oktober 2019 bei der Diakonie Wolfsburg als Pflegehelferin, hat mehrere Stationen durchlaufen und kann jetzt, im Alter von 57 Jahren, endlich durchstarten in ihrem erlernten Beruf und als Fachkraft in Deutschland. "Ich bin sehr froh, das jetzt geschafft zu haben. Aber mein neuer Alltag wird auch eine Herausforderung", hat sie bei der Urkundenübergabe durch Personalleitung Daniela Engelbrecht in Anwesenheit ihrer Vorgesetzten aus dem Seniorenzentrum St. Marien berichtet.

"Ich werde den Job gut machen", betonte Kamelia Latinova. Auch sie stammt aus Rumänien und hat bei der Diakonie Wolfsburg zunächst als Pflegehilfskraft angefangen. Seit Mitte Mai gehört sie als Fachkraft zum Team des Seniorenzentrums St. Elisabeth und hat stückweise auch ihre Wochenarbeitszeit erhöht.

Die Diakonie Wolfsburg gratuliert den drei Kolleginnen und freut sich, dass sie nun mit ihrer ganzen Expertise und Erfahrung unsere Pflegeteams bereichern. 

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