Blumen als Symbol gegen das Vergessen
Mit insgesamt 26 Einrichtungen und Institutionen der Stadt Wolfsburg haben der Fanclub Vielfalt des VfL Wolfsburg und der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen der Stadt Wolfsburg ein starkes Zeichen für Menschen mit Demenz gesetzt: Mehr als 1000 Vergissmeinnicht-Pflanzen wurden verteilt und in die Erde gebracht, auch in fünf Pflegeeinrichtungen der Diakonie Wolfsburg.
Besonders fröhlich ging es bei der Pflanzaktion im Seniorenzentrum St. Elisabeth zu. Hier warteten zwei neue Hochbeete und einige aufgeregte Bewohnende und Mitarbeitende am Vormittag auf die offiziellen Gäste, die sich zum Pflanzen angekündigt hatten, darunter die Vertreter des Fanclub Vielfalt und VfL-Legende Roy Präger, Vertreter des Senioren- und Pflegestützpunkts und ein paar Fotografen. Das Wetter war herrlich, so dass die Bewohnenden draußen unter einem Pavillon die Sonnenstrahlen, ein Getränk und die Aktion genießen konnten. Ein Bewohner hatte sein VfL-Trikot aus dem Schrank geholt und durfte sich am Ende über die dazu passende Trainingsjacke freuen, die im Roy Präger spontan geschenkt hat zum Abschied.
Glückliche Gesichter gab es dann auch beim Pflanzen und Erzählen. Denn die Gäste hatten Zeit, viel gute Laune und eine große Offenheit gegenüber den pflegebedürftigen Personen mitgebracht. Ein "Symbol gegen des Vergessen" sollten die Vergissmeinnicht sein - nicht nur gegen das Vergessen, dass sich bei einer Demenz breitmacht, sondern vor allem gegen das Vergessen der Menschen, die mit dieser Erkrankung mitten unter uns in Wolfsburg leben.
"Der Erfolg dieser Aktion macht uns sehr stolz", ist auf der Seite des Fanclubs Vielfalt nachzulesen. Monatelang hatten die Mitglieder die Aktion vorbereitet, Einrichtungen angeschrieben, Informationen verteilt, Vergissmeinnicht-Pflanzen züchten lassen, Pflanzschalen gekauft, Info-Tafeln gestaltet und die Verteilung organisiert. Jedes Foto, das aus den beteiligten Einrichtungen zurückkam, fand auf der Website des Fanclubs einen Platz.
"Mit der Pflanzaktion haben wir eine schöne Tradition aus Sachsen, Bremen und dem Saarland nach Niedersachen geholt", so die Initiatoren. Auch im kommenden Jahr soll es die Aktion geben, denn, so ihr Fazit: "Wenn wir zusammenhalten, können wir richtig was bewegen. In Zeiten wie diesen ist diese Solidarität ein unglaublich wichtiges Signal."
Das können wir seitens der Diakonie Wolfsburg nur unterstreichen. Wir waren gerne Teil dieser schönen Aktion und in unseren Einrichtungen werden die Menschen noch viele Wochen davon zehren und die kleinen Pflanzen hegen und pflegen. Wir bedanken uns im Namen der Menschen im Seniorenzentrum St. Elisabeth, im Seniorenzentrums Johannes Paul II, im Senioren- und Begegnungszentrums Bertha-von-Suttner, im Seniorenzentrum St. Marien und im Emmaus-Heim.