Interkulturelles Fastenbrechen als starkes Zeichen des friedvollen Miteinanders vor Ort
Bereits zum vierten Mal hatte die Diakonie Wolfsburg in Zusammenarbeit mit Qantara e.V. und erstmals auch mit finanzieller Unterstützung der Neuland Stiftung Wolfsburg zu einem gemeinsamen, interkulturellen Fastenbrechen nach Westhagen eingeladen. Veranstaltungsort war dieses Mal das Begegnungszentrum MeinZ der Diakonie Wolfsburg, in den vergangenen Jahren hatte das Event im KulturHaus stattgefunden, doch das war dieses Jahr bereits belegt. So fiel das gemeinsame Fastenbrechen zwar etwas kleiner aus, was die Zeil der Teilnehmenden anbelangt, aber kaum minder fröhlich und herzlich.
Mit dem arabischen Gruß "Salam aleikum" (Friede sei mir dir), begrüßte Ralf-Werner Günther, Geschäftsführer der Diakonisches Werk Wolfsburg gemeinnützige GmbH, die Gäste, darunter auch Oberbürgermeister Dennis Weilmann, Stadträtin Iris Bothe, Sarah Samol und Theresa Rittmeier-Niemann aus dem Geschäftsbereich Soziales, Andrea Busch, Geschäftsführerin der Neuland Stiftung, und Aissa Hajlaouli, Imam des Islamischen Kulturzentrums und viele Menschen aus dem Stadtteil.
Ein deutliches Bekenntnis zu einem friedlichen Miteinander in der Stadt, aber auch zu einem weltweiten Frieden stand im Mittelpunkt der Grußworte und der Gespräche beim gemeinsamen Essen. "Wir als Diakonie Wolfsburg wollen gemeinsam mit anderen Akteuren im Stadtteil einen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts leisten. Wir möchten eine Gelegenheit zum interkulturellen und interreligiösen Austausch schaffen. Wir möchten Räume öffnen für Begegnung, für Fragen, für Gespräche und für gemeinsames Erleben", betonte Ralf-Werner Günther. "Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er wächst dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und Respekt zeigen - auch und gerade dann, wenn sie unterschiedlich denken und oder glauben", so Günther weiter.
Der Abend diente dem Brückenbauen, und der Dialog zeigte Früchte: Imam Aissa Hajlaouli schlug Diakonie- und Stadt-Vertretern vor, im kommenden Jahr das gemeinsame und interkulturelle Fastenbrechen noch größer zu gestalten, zusammen mit noch mehr Akteuren in der Stadt und vielleicht an einem anderen Ort. An dieser Idee wollen alle gemeinsam weiterarbeiten. "Alle Menschen haben das Recht, in Frieden zu leben. Ich hoffe, dass wir das hier gut hinbekommen", so Hajlaouli.
Auch Oberbürgermeister Dennis Weilmann setzte in seinem Grußwort auf das Verbindende und den Austausch auf Augenhöhe. "Es ist gut, dass wir als Kommune das gemeinsame Fastenbrechen unterstützen. Uns ist es wichtig, die verschiedenen Religionen in Wolfsburg zu fördern. Was uns als Menschen dieser Stadt eint, dass wir uns Frieden wünschen auf der Welt."
Stadträtin Iris Bothe wurde noch deutlicher: "Angesichts der derzeitigen Krisen und Kriegen, kann es auch mal gut sein, seine Welt ein wenig zu verengen, manches auszublenden, sich zu besinnen und um festzustellen, was in unserer Verantwortung liegt. Wir haben Einfluss darauf, wie wir das Miteinander in dieser Stadt gut gestalten. Wir haben hier mehr als 150 Nationen, fast jeder kennt jemand, der in Berührung ist mit einer der Krisen auf der Welt."
Zum gemeinsamen Essen blieben alle, auch die Vertreter des Ortsrats, Awah Abubaker, der Vorsitzende des Sudanesischen Hauses in Wolfsburg und Andrea Busch von der Neuland Stiftung. Die haupt- und die ehrenamtlichen Mitarbeitenden von Prointegration der Diakonie Wolfsburg hatten die Tische und das Buffet im Nebenraum vorbereitet. Viele Gäste haben etwas beigesteuert zum Buffet. Und Mohamed El Jaouhari, Integrationsbeauftragter der Diakonie Wolfsburg, saß glücklich unter den Gästen und freute sich über die positive Dynamik des Abends.