Wege aus der Sucht

Suchthilfe
in Wolfsburg
und Gifhorn

© Diakonie Wolfsburg/Susanne Hübner

Bernd 37 Jahre, zehn Jahre durstig

Sechs Liter Bier jeden Tag, 219 Tonnen Verzweiflung und Wut, ich war durstig. Fast eine Tonne Gründe zu trinken, ich war durstig. 3650 Tage Einsamkeit und Rückzug, ich war durstig. 21900 Liter Hoffnung und Vergessen, ich war durstig.

Jeder trockene Tag ist ein guter Tag.

Heute freut er sich auf seinen Besuch in der Suchberatungsstelle. Er hat viel zu erzählen, seitdem er aus dem Krankenhaus zurückgekommen ist. Die Einigung mit seinem Arbeitergeber, die Trennung von seiner Frau, wovor er sich viele Jahre gefürchtet hatte, und die Besuche in der Selbsthilfegruppe.
Seinen Führerschein hat er auch wieder, nachdem er mit 1,7 Promille erwischt worden war. Wie kann ich meinen Durst auf Leben löschen, wenn ich nicht mehr trinken darf, fragt er heute seinen Suchtberater? Lebensfragen wie diese hat er schon oft mit seinem Suchtberater besprochen.

Wenn ich gewusst hätte.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das alles schaffe. Ich war immer das schwarze Schaf. In 18 Monaten Therapie habe ich hier gelernt, dass ich viel mehr sein kann, wenn ich für mich und meine Angelegenheiten eintrete.

Die Suchtberatungsstellen Wolfsburg und Gifhorn sind Anlaufstellen bei

  • Suchtproblemen mit Alkohol und Medikamenten
  • Suchtproblemen mit illegalen Drogen (nur Gifhorn)
  • Abhängigkeit vom Glückspiel
  • Medienabhängigkeit
  • Ambulant Betreutem Wohnen

Ihre Möglichkeiten

  • Information und Beratung bei Suchtproblemen
  • Vermittlung in stationäre und ambulante Therapie
  • Ambulante Suchttherapie
  • Ambulante Fortführung nach stationärer Entwöhnung
  • Hilfen beim eigenständigen Wohnen bei Suchtproblemen
  • Suchtpräventive Angebote und Schulungen
  • Unterstützung von Angehörigen
  • Kontakt zu Selbsthilfegruppen herstellen
  • Betriebliche Suchtberatung
  • Psychosoziale Begleitung in der Substitution (nur Gifhorn)
  • Klärung des eigenes Konsumverhaltens in der Motivationsgruppe (nur Gifhorn)

Was Sie erwartet

Die ambulante Suchttherapie ist eine wohnortnahe Therapieform. Sie richtet sich an suchtmittelabhängige Menschen, die in ihrem sozialen Umfeld bleiben und gleichzeitig an einer intensiven Behandlung teilnehmen möchten.

Ablauf der ambulanten Suchttherapie:

  • in wöchentlichen Gruppensitzungen unter therapeutischer Leitung
  • Einzelgespräche und Angehörigengespräche
  • Behandlungsdauer 6 bis 18 Monate

Ambulante Weiterbehandlung

Dieses Angebot richtet sich an Personen, die eine stationäre Rehabilitation erfolgreich absolviert haben und sich weiter begleiten lassen möchten.

In Wolfsburg

  • für junge Menschen mit Gerichtsauflage
  • für Empfänger von Arbeitslosengeld II
  • für Menschen mit Essstörungen
  • für Menschen, die ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten (kT-Training)

In Gifhorn

Psychosoziale Begleitung in der Substitution (PSB) mit

  • Vermittlung in Substitutionsbehandlung
  • Therapievorbereitung
  • psychosozialer Krisenintervention
  • Unterstützung bei der Vermittlung in den qualifizierten Entzug
  • Unterstützung bei Anträgen und Behördenangelegenheiten
  • Unterstützung und Begleitung bei Elternschaften und Schwangerschaften
  • Information und Unterstützung bei Hepatitis- und HIV- Behandlung

Motivationsgruppe mit

  • angeleitetem Gruppenangebot
  • Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten
  • Motivationsklärung und Entscheidungshilfe
  • Raum für sozialen Austausch
  • Aufklärung über das Hilfesystem
  • Alkoholprävention
  • Drogenprävention (nur Gifhorn)
  • Aufklärung über neue Psychoaktive Substanzen (nur Gifhorn)
  • Schulungen von Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Schulungen von Lehrkräften und Multiplikatoren (nur Gifhorn)
  • Betriebliche Suchtberatung (nur Wolfsburg)

Förderkreis der Suchthilfe Wolfsburg

Unterstützung von Patienten der Suchthilfe und deren Angehörige auf dem Weg ihrer Genesung oder Veränderung.

Ermöglichung von

  • Freizeitaktivitäten von Familien und Kindern
  • Einzel- und Gruppenprojekte der Suchthilfe
  • individuelle Unterstützung einzelner Personen

Sie möchten den Förderkreis unterstützen? Dann werden Sie Mitglied oder helfen mit einer Spende.

In Wolfsburg

  • Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit
  • Glücksspieler und Angehörige

In Gifhorn

  • Glücksspieler und Angehörige
  • Online-Sexsucht

Ansprechpartner

© Diakonie Wolfsburg/Sahnefoto

Rouven Kleinert-Hauptmann

Leitung

05361 501 1802

rkleinert@diakonie-wolfsburg.de

Suchthilfe

Nordsteimker Straße 3, 38446 Wolfsburg

Zum Routenplaner

05361 501 1800

05361 501 1820

Bergstraße 35, 38518 Gifhorn

Zum Routenplaner

05371 57175

05371 15879