Langfristige Zukunftschancen überzeugen generalistische Auszubildende

6. Oktober 2021
    © Diakonie Wolfsburg/Katrin Zumkier

    Zwei weitere Klassen mit insgesamt 47 Schülerinnen und Schüler haben Anfang Oktober ihre Ausbildung an der Pflegeschule des Diakonisches Werk Wolfsburg e.V. begonnen. Schon im August konnte die erste Klasse mit dem Ziel Pflegefachfrau/Pflegefachmann hier starten. Die fast 80 Auszubildenden in einem Schuljahrgang sind vorläufiger Rekord für die Diakonie Wolfsburg und gleichzeitig ein Riesenerfolg, der nicht von ungefähr kommt.

    Ein Großteil der neuen Auszubildenden hat in der Hoffnung auf eine gesicherte Bildungsperspektive die Heimat verlassen. Insgesamt 38 der 47 neuen Auszubildenden sind aus dem Ausland hierhergekommen, viele von ihnen aus Marokko – wie etwa Jamnad Abahri und Hijra Abassi. Sie erzählen, was für sie in den ersten Tagen besonders wichtig ist.

    „Der Start in Deutschland ist sehr viel leichter als gedacht. Beispielsweise musste ich mir keine Wohnung suchen, sondern konnte mir aus den Angeboten der Diakonie etwas Passendes aussuchen“, freut sich Jamnad Abahri. Er hat ein Appartement im Diakonie-Hochhaus bezogen. Hijra Abassi hat für sich ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft entschieden. „Ich freue mich darauf, die anderen Mitbewohnerinnen kennenzulernen. Für mich war es eine große Hilfe, dass ich mich nicht selbst um eine Wohnung kümmern musste. Dank der Diakonie wohne ich jetzt in einer schönen Wohnung mitten in der Innenstadt“, berichtet Hijra Abassi.

    Für beide Auszubildende ist Wolfsburg absolutes Neuland. Der Bewerbungsprozess hat online stattgefunden. Damit die angehenden Pflegekräfte gut auf das Abenteuer “Ausbildung in Deutschland” vorbereitet sind, haben das Team von Personalservice und -entwicklung des Diakonischen Werk Wolfsburg e.V. sowie die Lehrenden der Pflegeschule viele Gespräche im Vorfeld geführt. „Uns ist wichtig, dass uns die Auszubildenden im Vorfeld kennenlernen und sich ein umfassendes Bild vom Unternehmen und der generalistischen Pflegeausbildung machen können“, betont Maria Andrä, Recruiting.  „Wir unterstützen bei den rechtlichen und organisatorischen Angelegenheiten, die für den Beginn einer Ausbildung in Deutschland Voraussetzung sind. Für uns gehört die Vermittlung von Wohnraum zum erfolgreichen Bewerbungsprozess dazu.“

    Und warum zieht es junge Menschen aus dem Ausland hierher? „Ich habe mich für die generalistische Pflegeausbildung entschieden, weil ich Menschen gerne helfen möchte. Die Ausbildung in Deutschland genießt einen guten Ruf und auf mich wartet ein sicherer Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektive“, begründet Jamnad Abahri seine Entscheidung für die Diakonie Wolfsburg.

    Damit der Ausbildungsstart gut funktioniert, steht den Auszubildenden Anna-Sophie Anders, Koordinatorin der praktischen Ausbildung im Ausbildungsverbund bei der Diakonie, zur Seite. Sie organisiert die Praxiseinsätze der Diakonie-Auszubildenden, beispielsweise im Krankenhaus sowie in den unternehmenseigenen Einrichtungen, wie dem ambulanten Pflegedienst und stationären Pflegeeinrichtungen.  „Ich habe ein offenes Ohr für alle Belange unserer Auszubildenden. Viele von ihnen sind das erste Mal in Deutschland. Ich helfe ihnen dabei, anzukommen“, sagt Anna-Sophie Anders.