Ein "abgefahrener" Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Klieversberg

9. Mai 2024
    © Diakonie Wolfsburg/Bettina Enßlen
    © Diakonie Wolfsburg/Eurika Butzbach

    Der Feietertag fing früh an für die kleine Gruppe aus dem Emmaus-Heim, die sich aufgemacht hatte zum Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Klieversberg. Rechtzeitig wollten sie da sein - die Bewohner und die ehren- und hauptamtlichen Betreuer, um sich gute Plätze zu sichern. "Abgefahren - Kraft des Heiligen Geistes" lautete das Motto des diesjährigen Himmelfahrtsgottesdienstes auf der Wiese hinter der Porschehütte mit Blick auf Wolfsburg. Gepredigt hat die neue Regionalbischöfin Marianne Gorka. "Klieversberg statt Ölberg, Wolfsburg statt Jerusalem", so brachte sie die Geschichte zusammen mit der Gegenwart.

    Und um Traditionen reich war auch der Gottesdienst selbst. Seit mehr als 30 Jahren findet dieser Open-Air-Gottesdienst an diesem Ort statt, immer mit einem großen gezimmerten Holz-Kreuz in der Mitte, dem Bläserkreis der Stadtkirchengemeinde, den Islandpferden im Hintergrund und einem Essen der Pfadfinder. 

    Das frühe Dasein hatte sich für die Delegation aus dem Emaus-Heim gelohnt - der Platz in der ersten Reihe mit einem guten Blick aufs Geschenen und auf die Stadt Wolfsburg zu Füßen des Klieversbergs war ihr sicher. 

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    "Wirklich abgefahren", so fasste Regionalbischöfin Gorka zusammen, was einst an Himmelfahrt passiert ist. Die Jünger blickten in den Himmel. "Und Himmelfahrt sieht aus wie ein Fest derer, die zurückgbelieben sind", so Gorka, so, ein wenig so wie wenn der Zug abgefahren sei, und es schiene so, als sei dies vielerorts der Fall. Sie berichtete von ihrem Besuch des Deutschen Evengelischen Posaunentags, der am Wochenende in Hamburg mit vielen Tausend Teilnehmern stattgefunden hat und von Menschen, die nicht nur durch ihre Instrumentenkoffer erkennbar gewesen wären im Stadtbild, sondern vor allem durch ihre Ausstrahlung und ihre Energie.

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    Um Geist und Energie ging es auch auf dem Klieversberg in Wolfsburg. Wer wollte, konnte sich einen persönlichen Segen zusprechen lassen. Und davon machten alle mitgereisten Emmaus-Heim-Bewohner Gebrauch. Und weil es gar so sonnig, windstill und warm war an diesem Vormittag, wurde es dann auch recht bald zu asntrengend für die Teilnehmer aus dem Seniorenheim, darunter auch eine 101-Jährige, die erzählte, dass sie so einen wunderschönen Open-Air-Gottesdienst auch schon mal in den USA bei einem Familientreffen erlebt habe. 

    "Gottes Gegenwart liegt immer nur einen kleinen Schritt entfernt", so Bischöfin Gorka. Die Erinnerung älterer Menschen an besondere Momente ihres Lebens auch. Der Besuch des Himmelfahrtsgottesdienstes brachte besondere Erinnerungen und besondere Genewartsmomente zusammen und machte ein paar Menschen aus dem Emmaus-Heim glücklich. Igrendwie abgefahren....

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